DIE Nachkriegsschicksalswahl

  • am 26. September 2021 entscheiden wir unser Leben und das Leben der Arten – entweder wir reißen radikal das Ruder herum oder in der 3. Generation nach der jetzt kürzlich geborenen wird das Leben von Mensch, Tier und Natur nach und nach erlöschen –

Derzeit findet ein langweiliger Wahlkampf in unserem Land statt. Er läuft unter den Vorzeichen wie immer: auf der konservativen Seite nur ja alles beim alten lassen, die Reichen reicher machen und die unteren Ränge kräftig melken. Die rot-grün-rote Seite hat gute Ansätze, aber damit hat es sich auch.

Vor ein paar Wochen sagte UN-Generalsekretär Guterres „Unsere Welt liegt im Sterben“. Es scheint ihn und die Wissenschaftler weltweit niemand ernst zu nehmen. Der Mensch und die Regierungen müssen u n b e d i n g t radikaler werden beim Schutz unseres Planeten. Man ist sich wohl bewusst, dass ein einzelnes Land nicht den Ausschlag geben kann. Deutschland aber ist ein Staat, der Führung übernommen hat und in den div. Bündnissen eine große Rolle spielt.

Zudem scheint unser Land allmählich das Grauen des 14. Juli 2021 zu vergessen oder zumindest beiseite zu schieben. Was die Eifel mit dem Ahrtal und Teile des Kreises Euskirchen erlebt haben, ist ein großer Teil selbst gemachter Horror. Hier und zu keiner Zeit später muss gelernt und gehandelt werden!

Die kleinen Leute waren bei Corona die Verlierer und werden es nun nach der Flut wieder sein. Der Bundestag brauchte nahezu drei Stunden um 320 Mio. Euro Soforthilfe an die Betroffenen zu beschließen, aber es waren keine 30 Minuten vor guter Jahresfrist der Deutschen Lufthansa 9,1 Milliarden (!) Euro Hilfe zu geben, gefolgt von der schnellen Gewährung von zwei Mal 4,3 Milliarden (!) Euro an die TUI. Wirtschaftsminister Altmeier rührt die Trommel für Gelder in großzügiger Höhe in die Wirtschaft der betroffenen Gebiete.

Ihm ist es zu großen Teilen anzulasten, dass bei den Corona-Hilfen die Friseurin, der Gastwirt in der Eckkneipe und die Menschen im Gesundheitswesen die Leidtragenden waren.

Niemand scheint zu bemerken, dass dieser Mann die Unterschrift unter Waffenlieferungsverträge 2020 in nie da gewesener Höhe setzte.

Auch Waffenlieferungen und der Einsatz dieser unanständigen Politik kosten Menschenleben, im Jemen sogar überwiegend Kinderleben. Wie mag dieser Mann nachts schlafen?

Zudem ist der Einsatz dieser Waffen weltweit ein Klimakiller von hoher Güte. Insofern macht unser Land sich sehr schuldig in puncto Morden – wenn auch inaktiv – und bei der Verschlechterung der Klimaprognosen. Die Kinder im Jemen klagen Tag für Tag unsere jetzige Regierung an.

Ich sehe, dass hauptsächlich ein Kandidat von höchstens Siebtklassigkeit wie Laschet Wahlkampf macht wie alle CDU-Kandidaten vor ihm: für die Wirtschaft, das Großkapital und trotz immer neuer Versicherungen gegen die Nächstenliebe gerichtet, die ja das „C“ im Parteinamen begründen soll.

Es wäre die Zeit einer starken Persönlichkeit, radikal darauf zu drängen, unser Leben zu verändern. Laschet bekommt jede Unterstützung der Wirtschaft, sicher auch unlautere und Baerbock bekommt sicher das mehrtausendfache an Knüppeln aus eben jener Wirtschaft zwischen die Beine geworfen, weil die ihre Interessen gefährdet sieht.

Der gemeine Wähler denkt sicher nicht weit im voraus sondern entscheidet von Tag zu Tag, vergisst schnell. Vergisst ein unpassendes und kränkendes Lachen oder einen Spruch wie sinngemäß am 15. Juli „Ich werde wegen eines Tages in unserem Land nicht meine Politik ändern“. Wollen wir uns ernsthaft diesem Mann ausliefern?

Scholz wäre sicher das kleinere Übel, aber kein Mann wie es die Vorgänger Brandt und Schmidt waren, die Reformen eingeleitet haben, von denen das Land immer noch profitiert. Dazu fehlt ihm einfach das Personal. Mit dem ist es bis auf ein paar Ausnahmen bestellt wie bei Laschet: siebtklassig! Und Scholz fehlen jegliche Emotionen.

Allerdings kann man die Hoffnung hegen und danach seine Wahlentscheidung treffen, dass Scholz ein Kanzler wird, der eine linke Regierung führt und damit Reformen antreibt.

Annalena Baerbock ist im bisherigen Wahlkampf so unfair behandelt worden wie selten ein(e) Politiker (in) nach dem Krieg.

Niemand scheint zu interessieren, dass nachweislich Putin und Konsorten schon lange den Wahlkampf zu ihren Ungunsten zu beeinflussen.

Nun gut, es hat sich herausgestellt, dass Robert Habeck geeigneter gewesen wäre, die Grünen als Kanzlerkandidat in die Wahl zu führen. Aber er gäbe auch sicher an geeigneter Stelle einen guten Minister bei rot-grün-rot ab.

Bevor ich zu radikalen Vorschlägen für die Bundespolitik komme, spreche ich erst ein mal an, was mit geringem logistischen und finanziellen Aufwand in unserer Umgebung zu leisten wäre und zwar sehr schnell:

Viele Kommunen in Deutschland haben schon vor der Flut der Versiegelung von Land den Kampf angesagt. Es ist kommunale Sache, eine entsprechende Satzung zu beschließen. Bei künftigen Bauprojekten – privaten wie gewerblichen – sollte nur noch ein Anteil von 30 % einer Fläche beim Bau versiegelt werden dürfen.

Einen großen Teil Schuld an der Flut trägt NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart, der den Vorschlag, statt 5 ha Land in NRW am Tag zu versiegeln, ab 2019 7 ha am Tag zuzupflastern, durchgesetzt hat.

Für die Rückwicklung von Versiegelungen soll ein Anreiz geboten werden. In der Unglücksnacht habe ich mich persönlich davon überzeugen können, dass große Wassermassen über versiegelte Flächen fließen und zwar mit hoher Fließgeschwindigkeit und kein Boden vorhanden ist, der Wasser aufnimmt.

Ab sofort sollte in ordnungsbehördlichen Verordnungen der Kommunen das Silvesterfeuerwerk absolut verboten werden. Das gilt auch für Feuerwerke im Laufe des Jahres. Bei wenigen Ausnahmen sollte zur Bedingung gemacht werden, dass Pyrotechniker gekonnt das Feuerwerk abbrennen, damit nicht immer wieder Menschen- und Tierleben beklagt werden.

Das Silvesterfeuerwerk verursacht in unserem Land einen ungefähren CO-2 – Ausstoß wie alle LKW und PKW im Lande das ganze Jahr. Hier kann es kein Geschrei nach „Tradition“ mehr geben. Die Sache m u s s gegessen sein.

Ich habe in meiner Heimatgemeinde Buch geführt über die Grasschnitte der Landwirte. Es waren diese in den letzten Jahren meist sieben jährlich! Damit kann es Insekten praktisch nicht mehr geben und das Verhalten ist ursächlich für das schon stattgefundene Aussterben der Bodenbrüter. Die Landwirte befahren viel zu häufig mit Riesenmaschinen ihre Böden, die so verdichtet werden, dass sie keine übernormalen Regenmengen aufnehmen können. Ab ca. 30 l / qm schaffen die Böden keine Aufnahmen mehr, damit schwellen sofort die kleinen Bäche an.

Die extremen Baumschnitte an den Fahrbahnrändern in den Wintermonaten müssen erheblich eingeschränkt werden. Bei Nachpflanzungen sollte Obstbäumen der Vorzug gegeben werden.

Winde und Stürme entwickeln sich ungünstiger, wenn nicht Windfänge durch Bäume vorhanden sind. Dazu wird die Vogelbrut erheblich eingeschränkt. Das Argument der Verkehrssicherheit ist ein vorgeschobenes, da gäbe es ganz andere Stellen auf den Straßen um tätig zu werden.

Die Viehhaltung muss unbedingt in ihrer Stückzahl begrenzt werden. Orte mit 186 Einwohnern und mehr als 400 Kühen können die Gülle nicht mehr aufnehmen. Der Nitratgehalt in unseren Bächen ist entschieden zu hoch. Kraniche übernachteten noch bis 2018 auf unseren Dorfwiesen an den Bächen, das ist schon vorbei. Man muss nur die Augen aufmachen.

Die Kommunen müssen sicher stellen, dass die Ausbringung von Gülle aus dem Ausland (großes Beispiel : Niederlande) und von Klärschlämmen von den Ordnungsämtern und den Kreisgesundheitsämtern überwacht werden, besonders mit unangekündigten Probeentnahmen.

Die Kommunen müssen Einfluss nehmen, dass Pestizide wie z.B., Glyphosat von den Landwirten freiwillig reduziert werden. Das ist angesichts des begonnenen Aussterbens unserer Bienenvölker und der Wildbienen und Hummeln dringend notwendig, ja überfällig.

Die Menschen in den Kommunen sollten angeregt werden, Wildvögel ganzjährig zu füttern, Nistkästen anzubringen und in den heißen Sommern täglich kaltes Frischwasser anzubieten. Die Wildvögel sind ein wesentlicher Bestand einer gesunden Natur und für uns Menschen lebensnotwendig.

Die Kommunen sollten ihrer EinwohnerInnen anhalten, auf Mähroboter zu verzichten und den Einsatz in der Nacht völlig zu verbieten. 2020/21 ist der Igelbestand durch diesen Unsinn erheblich gesunken. Ich selbst pflege operierte, manchmal Hinterbein amputierte Igel. Das Bundesumweltamt empfiehlt seit 2018 den Einsatz von Laubbläsern zu unterlassen. Damit werden auch die nützlich Klein- und Kleinstinsekten getötet. Diese beiden „Helfer Papas“ bei der Grundstückspflege sind so unbedacht unters Volk gekommen wie die Elektroroller.

Die Kommunen müssen dazu übergehen, genügend Sirenen zu installieren. Die Katastrophe hat auch hierbei gezeigt, dass Handys allein nicht die Lösung sein können. Wenn die Sirenen einmal installiert sind, kostet ihr Unterhalt Stand per 2021 jährlich 179 Euro. Das soll man in die Relation zu Menschenleben im Ahrtal setzen!

Die Kommunen sollten genauer auf Brandrodungen und Feuer in freier Natur achten und auch Bußgelder verhängen, wenn die gesetzlich vorgegebenen Zeiten nicht beachtet werden. Das gilt auch für Heckenschnitte innerhalb der Brutzeiten von Wildvögeln.

Kleine aber wichtige Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz!

Die Genehmigung von Abbau in Sandgruben etc. sollten strenger vergeben werden. Das gilt auch für Industriegebiete, besonders jene an Bach- und Flussläufen. Neubaugebiete sollten mehr Wasseroberflächen-Abflussmöglichkeiten bekommen. Das heißt auch: größere Grundstücke pro Einheit.

Was muss von den Ländern, vom Bund, von der EU und auf globaler Ebene dringend eingeleitet werden?

Ganz oben steht das wichtigste Problem der Menschheit mit den intensivsten Wirkungen aufs Klima und auf unzählige andere Dinge, die in den Abgrund führen : das Problem zu vieler Menschen auf dem Globus. In manchen Kulturen ist die Ursache darin zu suchen, dass viele Kinder die Altersversicherung der Menschen sind. Aber global gesehen ist der derzeitige Zustand und der, der uns in den nächsten Jahrzehnten nicht überleben lassen wird, die Religionen zu „verdanken“. Ganz schlimm treibt es das Christentum, stellvertretend für andere Weltreligionen erwähnt. Eine Empfängnisverhütung ist ein Gebot der Menschlichkeit, sie mit allen Mitteln zu verhindern, ist zutiefst unmenschlich. Es geht um Macht und Einfluss und Geld und keine der westlichen Demokratien bieten einem religiösen Führer wie dem Papst, rechtlich gesehen ein Diktator mit allen Vollmachten für Gesetzgebung, Ausführung und Judikative, die Stirn.

Das muss eine künftige Regierung tun und mit ihr ganz Europa und darüber hinaus. Es kann und darf so nicht bleiben. Der grausame Hunger und Krankheitstod hunderttausender von Kindern ist zutiefst verwerflich und diejenigen die die Empfängnisverhütung verbieten, sind schlicht und ergreifend Verbrecher gegen die Menschlichkeit.

Das Problem muss umgehend angegangen werden, die Menschheit wird es sonst bitter bereuen!

Der zweite Punkt ist mehr Gerechtigkeit auf der Welt unter den Menschen aller Schichten. Es kann nicht angehen, dass gerechnet an der Gesamtweltbevölkerung einige wenige verdienen, die Umwelt zerstören und Menschenleben nichts mehr zählen lassen.

Nehmen wir die Konzerne – auch deutsche – die z.B. in Brasilien und Indonesien mit Hilfe von rechten Diktatoren die indigene Bevölkerung töten oder verjagen, das Weltklima mit Wahnsinnszahlen von Waldrodungen täglich negativ beeinflussen.

Wir lassen einen Bolsonaro Menschenleben nach Hunderttausenden vernichten und ziehen uns auf die Position zurück, dass jedes Land autark ist. Nein, es ist dies nicht, wenn es die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört. Es müssen nicht mal Kriege sein, nein Verbote für die Weltkonzerne für ein Engagement dort und der Entzug von Geldern hilft durchschlagend.

Letzteres wäre auch ein gutes Mittel in Europa gegen die menschenfeindlichen Positionen der Kirchen.

Der Flugverkehr muss neu geordnet werden im Sinne von entschieden weniger Emissionen. In Deutschland sollte ein fünf-Jahres-Programm die inländischen unnützen und rote Zahlen einfahrenden Lokalflughäfen beseitigen.

Deutschland sollte ein Tempolimit einführen, das fast alle europäischen und auch überseeischen Länder längst haben. Wir erhalten Menschenleben und senken den Ausstoß von CO-2.

Deutschland und die Länder der Welt sollten schnellstens Einfluss darauf nehmen, dass umgehend nur noch Kreuzfahrtschiffe gebaut werden, die umweltfreundlich sind und die Reeder dazu verpflichten, die bestehende Flotte innerhalb von fünf Jahren umzurüsten.

Deutschland und auch europäische Länder wie Polen sollten die Braunkohlegewinnung mit dem Jahr 2030 abschließen. Die Töne von Laschet, immer noch an 2038 festzuhalten, sind indirekt Beihilfe zu Körperverletzungen. Dieser Mann dürfte allein wegen dieses Punktes nicht Kanzler werden, das gilt ebenso für Scholz.

Der weitere Autobahnbau und -ausbau sollte gestoppt werden. Es muss einen totalen Umschwenk auf den ÖPNV geben. Die Bewohner von Städten ab 250.000 Einwohner sollten für eine Jahreskarte, die die Benutzung aller Arten des öffentlichen Nahverkehrs enthält, nicht mehr als 365 Euro zahlen. Für ein Bundesland sollten es nicht mehr als 1.000 Euro im Jahr sein. Der private Verkehr wird innerhalb kürzester Zeit abnehmen, es gibt in Europa genügend Beispiele dafür.

Der Kauf eines SUVs, ein Verschmutzer ohnegleichen, sollte mit 2.500 Euro Sondersteuern belegt werden, der Weiterverkauf für den Käufer 1.500 Euro, bei jedem Weiterverkauf um 500 Euro sinkend.

Der Transport von Tieren, außer auf Kurzstrecken unter 250 km, sollte europaweit völlig untersagt werden. Insbesondere ist der Transport in außereuropäische Länder umgehend ohne wenn und aber und Ausnahmen zu verbieten.

Langfristig muss die Zahl der Tiere, die der Fleischerzeugung dienen, erst auf 50, dann auf 20 , irgendwann auf null % gesenkt werden.

Die Produktion von Fleisch ist der Klimakiller Nr. 1 auf der Erde, Alternativen gibt es, Tag und Nacht wird an weiteren geforscht.

Das Tierwohl sollte wieder in den Mittelpunkt rücken. Großverdiener von Tönnies oder der CDU-Bonze Johannes Rörig sollten das Handwerk gelegt bekommen, nicht nur wegen des Tierleids sondern auch wegen der Ausbeutung von Menschen. Die Labortiere sind ab sofort um 50 % zu reduzieren, innerhalb von fünf Jahren dürfen es nur noch 10 % sein.

Die Pelztierzucht soll nach dem Vorbild der Niederlande umgehend verboten werden.

Die Mode auf der Welt ist der zweitgrößte Klimakiller, noch vor allen Fahrzeugen. Die Transporte, die Belastung des Mülls, die Unglücke in den Herstellerländern sind auch ein Frevel am Klima.

Die Politik sollte langfristig darauf hin wirken, dass es den Menschen zur Gewohnheit wird, Second-Hand-Ware zu tragen.

Das sollte zunächst freiwillig sind, aber bei künftigen Klima-Abkommen durchaus starke Berücksichtigung finden.

Es ist von allen politischen Ebenen Sorge dafür zu tragen, dass Wasser nicht zum Luxusgut und zum Kriegsgrund wird.

Lebensmittel sollten ebenso wie Blumen nicht aus einem Erdteil in den anderen transportiert werden. Niemand braucht Erdbeeren aus Chile im Dezember oder Rosen aus Kenia im Januar!

Regionalen Produkten sollte auch seitens der Politik mehr Anreize geboten werden.

Schauen wir auf die abgelaufene Legislatur im Bund. Wir haben mittlerweile als WählerInnen ein Niveau zugelassen, dass nicht akzeptabel ist. Ich nehme stellvertretend vier Minister aus dem Kabinett Merkel, die „Arbeit“ abgeleistet haben, die zum Himmel schreit. Ganz vorne steht eine Frau, die von allen Geschlechtsgenossinnen in öffentlichen Positionen wohl eine der charakterlosesten ist. Wir sprechen von Julia Klöckner, CDU, auch Weinkönigin genannt. Sie hat ein Tierleid verursacht, das in ihrem Fachbereich seit 1949 ohne Beispiel ist. Ich denke, dass mannigfaltige strafbare Handlungen dabei waren und sind.

Dazu bedarf es schon einer enormen Dreistigkeit und eines noch größeren Schutzes der Kanzlerin und der CDU, dass jemand ungeniert vor laufender Kamera Werbung machen darf für Nestlé.

Wir denken nach: dieser Konzern verkauft z.B. Quellwasser in Gebieten größter Armut für verglichen horrendes Geld. Da hat Frau Merkel tief und fest geschlafen, es gab einen stichhaltigeren Grund als bei Röttgen zur Entlassung.

Verkehrsminister Andreas Scheuer hat ungestraft – nur wegen Parteienproporz – eine halbe Milliarde der Steuerzahler drauf gemacht, viele Fehlentscheidungen getroffen und vor allem —- gelogen. Auch diesen Menschen hielt die Kanzlerin im Amt.

Umweltministerin Svenja Schulze – ins Amt gehievt wegen des Länderproporzes – war in der Legislatur um Klassen schwächer als ihre Vorgängerin Barbara Hendricks, der es nie an Mut gemangelt und die dadurch vieles weiter gebracht hat als ihre Nachfolgerin. Die lasche Amtsführung Schulzes ist deshalb so besonders schlimm, weil der Klimaschutz nur lächerliche Fortschrittchen gemacht hat – auch weil Wirtschaftsminister Altmeier sie stets ausbremste und immer zu erkennen gab: Wirtschaft v o r Klimaschutz.

Dass die Bildung in Deutschland durch Anja Karliczek tief hinunter gepurzelt ist, wird kaum jemand bestreiten. Die Bildungsministerin hat in der Corona-Pandemie ihre Stimme hin und wieder schwach erhoben, aber sie trägt Mitschuld dafür, dass ganze Jahrgänge für ihr Leben Verlierer werden.Aber sie fand Zeit, ihrem Wahlkreis Förderungen zuzuschanzen.

Einen Leuchtstern gab es im Kabinett, nein es ist nicht der sprechende Kommunionsanzug Heiko Maass, ein horrender Nichtskönner, es ist der verdienstvolle und visionäre CSU-Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, der uneingeschränkt ohne Rücksicht auf Parteisympathien

als Vorbild taugt und dessen Worte jedes für sich ein paar Mal zu lesen wert sind. Er geht freiwillig, weil seine CSU ihn ohnehin nicht mehr aufgestellt hätte. Wir wir jetzt schon sehen, ist er zu Höherem berufen. Er empfiehlt sich geradezu für noch höhere Ämter.

Kommen wir zu der Stelle, an der viele nicht mitstimmen wollen:

unsere soziale Marktwirtschaft ist keine mehr, sie ist schon lange der Steigbügelhalter eines Raubtierkapitalismus.

Die erwähnten Beispiele von Großkonzernen in aller Welt, die Armut der Menschen verstärken, in ungeheurer Gier ohne Rücksicht auf Ethik scheffeln und scheffeln, die sich sogar der Steuer entziehen —— ja die alle benötigen einen Schuss Planwirtschaft. Es muss möglich sein, dass der deutsche Staat und die europäischen Staaten denen Daumenschrauben anlegen, die in anderen Kontinenten das Klima extremst beschädigen.

Auch diese Vision muss eine Rolle bei der Wahlentscheidung der einzelnen spielen.

Innenpolitisch kann es nicht sein, dass es dabei bleibt, dass Erdogan-Getreue der Ditib auf Steuerzahlerskosten studieren und dann in die Schulen einrücken zum Unterricht. Mir ist nichts bekannt von Bedingungen, beispielsweise dass all‘ dies Geschehen in deutscher Sprache zu geschehen hat. Und selbst wenn, so darf Erdogan nicht mit verlängerter Hand in die Bildung unseres Landes eingreifen. Eine Religionsfreiheit, die völlig fehl verstanden ist. Die Mehrheit der Menschen will Dinge nicht, die unserer Verfassung zuwider laufen: Kopftuch und Burka als sichtbare mittelalterliche Dokumente der Frauenunterdrückung, die Zwangsbeschneidung von Knaben, die Ausnahmen für die betäubungslose Schächtung von Schafen und Ziegen aus religiösen Gründen. Die beiden letzten Argumente gelten auch für die jüdischen Gemeinden. Das Gottesverständnis dieser Religion darf keinen Vorrang vor unserem Grundgesetz haben. Viel mehr dürfen wir erwarten, dass Menschen, die dauerhaft hierbleiben wollen, sich dem hiesigen Standard angleichen.

Ferner geht es hauptsächlich auf das Konto unseres Bundespräsidenten, dass es jetzt 220.000 Euro teure (im Jahr) zwei weitere Militärbischöfe gibt. Das ist ein Rabbiner für sage und schreibe weniger als 20 SoldatInnen. Und das ist ein Imman, natürlich von der Ditib. So hat der Sultan die Hände in den Schulen und in der Bundeswehr.

Schwören die Herrschaften unserer Regierung nicht, dass sie Schaden vom deutschen Volk abwenden wollen?

Alles das gilt es zu repitieren und für die nächsten vier Jahre zu beachten. Aber allem übergeordnet ist das Thema Klima.

Noch nie lag in den Händen des einzelnes Wählers / der einzelnen Wählerin so viel Verantwortung wie dieses Jahr. Erstmals haben wir die Überlebensverantwortung für Generationen, die wir niemals kennen lernen werden.

Ich bin schon seit Jahren der Auffassung, dass die Unterzeichnung von Petitionen effektiver ist als die Kreuzchen bei Wahlen. Ca. 40 % aller Petitionen haben im Jahr Erfolg oder Teilerfolg. So sind schon verbrecherische Schlachthöfe in diesem Jahre aufgrund von Petitionen endgültig geschlossen worden und im Ausland ist mehr als ein Menschenleben vor der Todesstrafe gerettet worden.

„Toleranz wird zum Verbrechen wenn sie dem Bösen gilt“, das hinterließ uns Thomas Mann.

Auf alle Fälle wählen gehen und das ganz verantwortungsvoll, das wünscht sich von den LeserInnen

Heinz A. Höver, Nettersheim/Eifel

Betonen möchte ich, dass ich keiner Partei angehöre und auch nicht angehören werde. Ich betrachte mich als linken Intellektuellen mit einem hohen Anspruch an Ethik – ohne Religionsgemeinschaften.

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