Dutroux

Täter sind der Justiz wichtiger als Opfer

Am 31. Juli 2012 gaben die belgischen Justizbehörden bekannt, dass die Ex-Ehefrau des Kindermörders Dutroux, Michelle Martin, nach 16 Jahren Haft (davon waren acht Jahre Untersuchungshaft vor Urteilsspruch) freigelassen wird. Die Freilassung erfolge 14 Jahre vor Ablauf der 30 verhängten Jahre Freiheitsstrafe. Martin dürfe sich nicht den Angehörigen der Opfer nähern und müsse abgeschirmt in einem Nonnenkloster wohnen (wie sinnig, eine Kinderschänderin!).
Die Angehörigen sind außer sich. Zu Recht, wie ich meine! Die Täterin ließ zwei Mädchen verhungern und verdursten, hat also Grausamkeit äußersten Maßes praktiziert, wo sie hätte Leben retten können.
Wer bitte will verstehen, wie die Justiz sich verhält? Viele plärren darauf los und rühmen den Rechtsstaat, der so etwas möglich macht. Ich rede nicht der Rache das Wort, aber dem Respekt vor den beiden kleinen Mädchen, die durch diese grausame Frau keine Chance hatten.
Respekt gilt auch den Eltern. Es ist nicht fair, der Täterin die Chance zu geben, die die Kinder nicht hatten.
Ich finde, dass in diesem speziellen Fall, der sich allerdings einreiht in eine Rechtsprechung auch in Deutschland, die - harmlos ausgedrückt – in ihrer Milde nicht mehr verstanden wird, die belgische Öffentlichkeit mit eindrucksvollen Demonstrationen die Rücknahme der Entscheidung erzwingen müsste.

Kommentare   

#1 E.Stricker 2016-05-08 17:26
Gleich 2 Dinge empören hier: Zum einen gehört ein Mensch, der 2 Kinder verhungern lässt und den Mißbrauch an Kindern tatenlos duldet, ein Leben lang eingesperrt. Jemand nach 30 Jahren, oder wie hier nach nur 16 Jahren in die Freiheit zu entlassen, ist nicht hinzunehmen. Auch wenn er/sie sich hinter Klostermauern versteckt. Und diese Tatsache ist die zweite empörende Nachricht. Aber es ist ja nichts Neues, dass Täter verschiedener Couleur sich des Schutzes der Kloster/Kirche sicher sein können? Willkommen im Mittelalter!
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